Jeremiah Meyer
Sophie Charlotte Königin von Großbritannien und Irland, Kurfürstin bzw. Königin von Hannover
Auch in diesem Porträt der britischen Königin Sophie Charlotte von Großbritannien (1744 -1818), Gemahlin König Georgs III. (vgl. auch Kat.-Nr. 2008-139), werden die charakteristischen Züge ihres Gesichts deutlich: die lange, nach unten kräftiger werdende Nase, die breiten, mit kräftigen Lidern versehenen Augen und die hohe Stirn sowie das rötlich-blassblonde Haar und die hellen Wimpern. 1 Die Prinzessin aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz wurde 1761 mit dem britischen Monarchen verheiratet, der in Personalunion das Kurfürstentum (seit 1814 Königreich) Hannover regierte.
Während der Regierungszeit Georgs III. und seiner Gemahlin wurde der bei London gelegene Kew Garden unter Sir Joseph Banks zur damals artenreichsten botanischen Sammlung ausgebaut. Dieser kultivierte unter anderem die in Südafrika beheimatete Paradiesvogelblume, deren erste Pflanze er nach Sophie Charlotte - in Anlehnung an ihre Abstammung - »Strelitzia reginae« (Strelitzie) nannte.
Die Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien zog viele deutsche Künstler an den Hof in London. Neben Jeremiah Meyer (1735 -1789) gehörten auch die Miniaturisten Christian Friedrich Zincke (1683 -1767) und später Ernst August Abel (1720 - 1780) dazu.
J. S.O.
1 Vgl. auch Kat.-Nr. 2008-1.

