Rechts

Ord.Nr.: 10.467
Kat.Nr.: 2008-53

Jean Etienne Liotard


Liotard, Jean-Etienne
(Genf 1702-1789 Genf)
Sohn eines Goldschmieds, war Liotard Schüler von Daniel Gardelle und, seit 1723, von Jean-Baptiste Massé. 1736 trat er eine Reise nach Italien an, und zog von dort weiter nach Istanbul, wo er fünf Jahre lebte. 1743 trifft man den Künstler in Wien an, wo er mit großem Erfolg die kaiserliche Familie porträtierte. 1745 reiste er nach Venedig, im Jahr darauf nach Darmstadt und 1777 nach Lyon und zurück nach Genf. Von 1748 bis 1753 arbeitete Liotard in Paris, wurde hier zum Hofmaler ernannt und Mitglied der Sankt-Lukas-Akademie, an der er 1751 bis 1753 seine Werke ausstellte. 1753 reiste Liotard weiter nach London und Holland, wo er heiratete. Weitere Reisen führten den Künstler erneut nach Genf, London und Wien. 1773 und 1774 stellte er in Londoner Royal Academy aus. Liotard war in erster Linie Pastellist, malte aber auch Miniaturen und Emails. Sein Selbstporträt in der Emailtechnik befand sich bis vor wenigen Jahren im Musée de l' Horlogerie in Genf (gestohlen).