Caroline Le Guay, geborene Courtin
Dame in weißem Kleid
um 1810
kreisrund: 7.50 cm x 0.00 cm
originaler Goldreif, ursprünglich wohl auf einer Dose montiert
Etienne Charles Le Guay heiratete nacheinander drei seiner Schülerinnen. Nachdem er sich 1809 von Marie-Victoire Jaquotot getrennt hatte, heiratete er im selben Jahr Caroline Courtin. Im Gegensatz aber zu Jaquotot, die sich als Miniaturmalerin auf Porzellan einen Namen machte, blieb Carolines OEuvre wenig umfangreich und konventionell. Ihre Miniaturen zeigen deutlich das Vorbild ihres Lehrmeisters und Ehemanns. Dieser malte bereits im späten 18. Jahrhun-dertidyllische, wildromantische Baumkulissen und in zarten Tüll gehüllte, blaß und sensibel dargestellte Damen.
Obwohl Caroline Le Guay offensichtlich ihr Handwerk solide beherrschte, stellte sie nur zweimal, 1810 und 1812 im Pariser Salon aus.
B. P.
