Rechts

Ord.Nr.: 10.367
Kat.Nr.: 2005-84

Jean-Baptiste Isabey


Isabey, Jean Baptiste
(Nancy 1767-1855 Paris)
Isabey, Sohn eines Händlers in Nancy, reiste 1785 nach erstem künstlerischen Unterricht bei Girardet und Claudot nach Paris und trat 1788 ins Atelier Davids ein. 1791 heiratete er Laurice de Salienne und wurde Zeichenlehrer am Erzie­hungsinstitut der Mme Campan in St.-Germain­-en-Laye. Für den Hof Bonapartes arbeitete Isabey nicht nur als Miniaturmaler, sondern wurde mit unterschiedlichen künstlerischen Aufgaben be­traut; er organisierte Feste, entwarf Dekors für Theateraufführungen und Muster für Kaschmir­schals, zeichnete Verdienstmedaillen (u.a. für die Ehrenlegion) sowie Kostüme für den Hof und das Militär und gab Napoleons Gemahlinnen Zeichenunterricht. Der Kaiser ehrte den Künst­ler mit zahlreichen Titeln: Peintre dessinateur du cabinet de S.M. l'Empereur, des cérémonies et des relations extérieures (1804), Premier peintre de la chambre de l'Impératrice (1805), Ordonna­teur des réjouissances publiques et des fêtes par­ticulières aux Tuileries, Dessinateur du Sceau des titres, Décorateur en chef des théâtres impériaux (1807/08). Ab etwa 1807 malte Isabey außerdem für die Porzellanmanufaktur von Sèvres. 1815 verlieh Napoleon ihm die Medaille der Ehrenle­gion, deren Offiziersgrad er 1825 erhielt, und deren Commandeur er 1853 wurde. Unter Louis XVIII. wurde Isabey Inspecteur dessinateur, or­donnateur des fêtes et spectacles. Er inszenierte 1824 die Grabfeierlichkeiten von Louis XVIII. und 1825 die Krönungszeremonie von Charles X. Dieser ernannte ihn 1828 zum Dessinateur du cabinet et des fêtes et spectacles. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Isabey 1829 Rose Maystre und erhielt 1834 eine Wohnung im In­stitut und zusätzlich ein Logis in Versailles. 1837 wurde er Conservateur adjoint des musées royaux. 1842 erhielt er die belgische Auszeich­nung Officier de l'ordre de Léopold.
Isabey zählte zu den berühmtesten Miniaturma­lern seiner Zeit. Er malte viele bedeutende Per­sönlichkeiten vor allem Frankreichs, aber auch anderer Länder (1814 Wiener Kongreß). Zu Isa­beys zahlreichen Schülern zählen Aubry, Benner, Bertrand, Hesse, Jacques, Lequeutre, Mansion, Millet, Rath, Rochard, Saint und Singry.