Rechts

Ord.Nr.: 10.224
Kat.Nr.: 2008-21

Auf den Leuchttisch legen

Franz Wilhelm Buirette von Ohlefeld

um 1740
rechteckig: 5.00 cm x 7.30 cm
vergoldeter Silberrahmen

Der hier dargestellte Herr wurde im Zuge der Recherchen als Franz Wilhelm Buirette von Ohlefeld (1706 -1726) erkannt. Das Vergleichsbild wurde von Desmarées gemalt und ist durch einen Kupferstich in der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel, bekannt. 1 Desmarées ist auch das Miniaturbildnis zuzuschreiben: Die sehr feine und präzise Malweise und die ins Blaue neigenden Schatten im Gesicht des Herrn sind Merkmale seiner Miniaturen. Der Stich, der das Gemälde Desmarées' wiedergibt, wurde erst nach dem Tod des Dargestellten angefertigt, als Erinnerung an den jung Verstorbenen. Desmarées porträtierte Buirette vermutlich 1724/25 während eines zehnmonatigen Aufenthalts in Nürnberg, wo er die Zeichen-Akademie besuchte und Bekanntschaft mit Kupetzky machte.
Über Franz Wilhelm Buirette von Ohlefeld ist nur wenig bekannt. Er wurde am 25. Februar 1706 in Nürnberg geboren und starb in London 1726. Wer seine Eltern waren, konnte nicht eruiert werden. Möglicherweise war er ein Enkel des Nürnberger Staatsmannes Daniel Buirette von Ohlefeld (1665 -1699) und ein Verwandter des Isaak Daniel Buirette von Ohlefeld (1696 -1766) und des Karl Wilhelm Buirette von Ohlefeld (1724 -1782), beide ebenfalls aus Nürnberg stammend.
Der Dargestellte trägt einen mit vergoldeten Fratzen verzierten und mit dunkelrotem Samt gefütterten Harnisch, der Brust und Arme schützt. Darüber ist ein Brustband aus blauem Moiré zu erkennen. Zu welchem Orden es gehört, konnte nicht geklärt werden.

B. P.


1 Nr. A 3134. Die Lebensdaten des mit zwanzig Jahren jung verstorbenen Herrn sind auf diesem Stich angegeben.