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Bôbe: Mlle Adéline du Théâtre Italien (Durchmesser: 5,7cm, signiert links unten: Bôbe./1789.) Sammlung Tansey
Ord.-Nr. 010.106


 



Beaunis: Junge Dame mit Gitarre (7,9cm x 8,0cm, signiert links unten:BEAUNIS 1819) Sammlung Tansey
Ord.-Nr. 010.055

 


Hue de Bréval, Virginie: Mädchen in Wolkengebilde, circa 1815 (oval 5,0cm x 3,8 cm, signiert Mitte rechts: Melle hüe Debréval) Sammlung Tansey
Ord.-Nr. 010.316

 

Die meisten Miniaturisten übergaben ihre Mi­niaturen dem Kunden gerahmt. Sie verfügten entweder über einen Vorrat an Standardrahmen oder arbeiteten mit Rahmenfabrikanten und Goldschmieden zusammen. Zum Schutz vor schädlichen Klimaeinflüssen musste die Wasser­farbenminiatur ein Deckglas erhalten. Dieses war bevorzugt leicht bombiert, damit die Farbe nicht am Deckglas festkleben konnte. Rah­mungsarten waren überaus vielfältig, und die Wahl des geeigneten Typs hing wesentlich von der Verwendung der Miniatur ab. Die häufig­sten waren metallene Anhänger, Armbandauf­sätze (zu sehen am Arm der Dame in Kat.- Nr. 2000-76), Dosen, lederbezogene Etuis und, zur Hängung an der Wand, in Holztafeln eingesetz­te Metallreife oder gegossene Bronzerahmen.

Die aufwendigen und schwierigen Herstellungs­techniken, das künstlerische Geschick im Malen auf Kleinstformat, verbunden mit dem Einfüh­lungsvermögen in das darzustellende Modell verleihen der Portraitminiatur einen ganz spezi­ellen Reiz. Zwar ist offensichtlich, dass die Mi­niaturmalerei manchmal auch nur auf rein hand­werklichem Niveau betrieben wurde. Der Künstler aber, der neben der Ähnlichkeit mit dem Modell noch dessen Wesen und Gemüts­zustand auszudrücken verstand und es darüber hinaus in einer seiner Charakterisierung dienen­den Umgebung darzustellen vermochte, verließ den Boden reinen Könnens mit Inspiration und Genie und schuf Werke von intensiver Faszina­tionskraft.


Bernd Pappe