Die Bildträger
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Johann Friedrich Ardin (zugeschrieben): Johann Wilhelm, Kurfürst von der Pfalz, circa 1710 (oval: 5,6cm x 4,5cm) Sammlung Tansey |
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In der Miniaturmalerei waren verschiedene Bildträger möglich. Da Unebenheiten die feinteilige Malerei behindert hätten, ist allen eine feine Oberfläche gemeinsam. Neben Pergament und Elfenbein (siehe unten) dienten für die Wasserfarbenmalerei auch Papier und weißer Stein als Bildträger. Eine Sondertechnik stellen Emailminiaturen dar (Kat.-Nr. 2000-1): Auf einer bombierten Kupfertafel wurde eine etwa millimeterdicke, weiße Emailschicht aufgetragen und fein geschliffen. Die Malerei führte man anschließend mit speziellen Pigmenten aus, die durch mehrere Brandgänge unlöslich auf dem Grundemail fixiert wurden. Die rückseitige Emailschicht sollte ebenso wie die bombierte Kupfertafel verhindern, dass sich der Bildträger beim Brand verformte |
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Bei der von Arnaud Vincent de Montpetit (1713-1800) in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verfeinerten Technik der so genannten eludorischen oder Fixe-sous-verre-Miniaturen wurde die Malerei in Ölfarben (angeblich unter dünner Wasserschicht) auf feines Gewebe ausgeführt und die Malschicht anschließend mit wasserlöslichem Klebstoff (vermutlich tierischem Leim) auf die Rückseite eines bombierten Glases geklebt3 (Kat.-Nr. 2000-57 und 2000-59). Schließlich malte man kleinformatige Portraits auch in Öl auf Metall (Kat.-Nr. 2000-84), was technisch der großformatigen Tafelmalerei verwandt ist.
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Bernd Pappe |

